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© Wil van lersel

Exklusiver Probenbesuch im Theater Aachen: Seltene Barockoper von Antonio Cesti „L’Orontea“

„Was sind das für komische Kostüme? Wo kommen die alten Musikinstrumente her und wer kann sie noch spielen? Wie adaptiert man ein ein 400 Jahre altes Werk an unsere Zeit?“ Fragen über Fragen, die unsere Gäste aus dem „Freundeskreis“ beim Probenbesuch der Barockoper „L`Orontea“ im Aachener Stadttheater hatten.

Und Fabian Bell, der Juniordramaturg für die Musikwerke des Hauses hatte auf alles eine Antwort. Vom ersten Rang des Theaters aus verfolgten die Besucherinnen und Besucher einen Teil der Proben, erlebten das Einstimmen des Orchesters und verfolgten die Handlung des Singspiels. Kostüme hatten die Akteure allerdings nur andeutungsweise an. Die in italienischer Sprache spielende Oper war zwar schwer verständlich, aber dank der Erläuterungen von Fabian Bell wurde der Inhalt der Oper schnell begreiflich. Im Spiegelsaal des Theaters konnten zum Abschluss des Probenbesuchs die letzten Fragen geklärt werden.

Beim Probenbesuch im Theater Aachen erleben Sie die Arbeit an einer Operninszenierung und können hautnah die Entstehung einer Oper weit vor der Premiere erleben. Bei einer Vorstellung genießen Sie das fertige Produkt, perfekt abgestimmte Kostüme an maskierten, textsicheren Sängerinnen und Sängern, die sich wie selbstverständlich im Bühnenraum und im Kostüm bewegen – doch was passiert auf dem Weg dorthin? Dass bei sogenannten szenischen Proben die Sänger*innen lediglich vom Klavier begleitet werden und das Orchester den musikalischen Teil für sich probt, ist nur ein Teil des Konstrukts, das sich am Ende so nahtlos zusammenfügt. Bei den Proben erleben Sie die Arbeit des Regisseurs, erfahren vielleicht, was die große technische Mannschaft im Hintergrund zu leisten hat und welche Aufgabe zum Beispiel der Inspizient oder der Dramaturg haben. Vor den Einblicken auf die Bühne vermittelt Musiktheaterdramaturg Fabian Bell, welche Besonderheiten diese Barockoper für Sie bereithält, warum sie als Schlüsselwerk des Barockzeitalters gilt, warum überhaupt eine Barockoper auf dem Spielplan steht und warum Ludger Engels sie inszeniert.

Zum Hintergrund

Das Theater Aachen zeigt die Oper innerhalb seines Projektes »Akzent Barock!«. Damit widmet sich das Theater Aachen der historischen Aufführungspraxis auf historischen Instrumenten. Entdecken Sie mit uns die Dynamik dieser zeitlosen Musik neu! Gefördert durch: NRWKULTURsekretariat (Wuppertal) und Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen von »Neue Wege« BÜHNE.

Termin:

Uhrzeit:

Ort:

Preis:

Mittwoch, 1. Februar 2023

18.30 Uhr (Dauer ca. 90 Minuten)

Theater Aachen

für Freundeskreis-Mitglieder kostenlos

© Jörg Hempel

Zum Stück

Antonio Cestis Oper „L‘Orontea“ feiert am 5. Februar 2023 Premiere

Das 1656 zur Uraufführung gelangte Dramma musicale »L’Orontea« erzählt die Geschichte der gleichnamigen Königin Ägyptens, die sich in den Fremden Alidoro verliebt, der während eines Angriffs schwer verwundet wurde. Doch während sich auch die anderen Damen des Hofes für den Unbekannten zu interessieren beginnen, rät der Hofratgeber der Hoheit von einer Verbindung ab: Zu groß erscheint der Standesunterschied zwischen der Königin und dem mysteriösen Fremden. Bis das Paar schlussendlich zusammenfinden kann, ergeben sich vielfältige Verwirrnisse. Antonio Cestis »L’Orontea« galt als eine der beliebtesten Opern des 17. Jahrhunderts und erfreute sich häufiger Aufführungen. Danach wurde es bald still um dieses Bühnenwerk und erst einige Jahrhunderte später fand es auf die Spielpläne der Musiktheaterhäuser zurück, so dass sich heute die Gelegenheit ergibt, ein Schlüsselwerk des Barockzeitalters zu erleben.

Ihre Begleitung an diesem Tag

Musiktheaterdramaturg

Fabian Bell

Nach dem Abitur am Neusser Quirinus Gymnasium studierte Fabian Oliver Bell die Fächer Musikwissenschaften, Kunstgeschichte und Geschichte an der Robert Schumann-Hochschule und der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Zu seinen Dozenten zählten hier Prof. Dr. Volker Kalisch und Dr. Rainer Nonnenmann. Dem Grundstudium schloss sich ein Master-Studiengang der Musikwissenschaften sowie der Musiktheater- und Konzertdramaturgie an der Folkwang-Universität der Künste Essen an, wo er die Seminare von Prof. Dr. Stefan Klöckner und Prof. Dr. Norbert Abels besuchte. 2018 beschloss er seine Studien mit einer Arbeit zu programmatischen Elementen in der Musik Anton Weberns.

Fotos

© Manfred Kistermann und Wil van lersel